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Südsudan: Geschichte
Südsudan Geschichte
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Seit dem 09. Juli 2011 bildet Südsudan einen unabhängigen und eigenständigen Staat. Die noch junge Geschichte des Landes ist notwendigerweise eng mit dem Sudan verknüpft – der Staat, in dem die heutige Republik Südsudan bereits seit Jahren als autonome Region existierte. Sowohl der Sudan als auch der neue Staat Südsudan können auf eine lange und wechselhafte Geschichte verweisen, die ihren Anfang bereits weit in vorchristlicher Zeit fand. Zur Zeit der Pharaonen galt die Region des heutigen Staatsgebietes Südsudan als wichtiger Lieferant für Rohstoffe, darunter vor allem Gold. Bis zum Beginn der Christianisierung bildete Sudan – auch bekannt unter der Bezeichnung Nubien – einen bedeutenden Bestandteil des ägyptischen Reiches. Im 8. bzw. 7. Jahrhundert v.Chr. konnte das legendäre Königreich Kusch die Machtverhältnisse sogar umkehren: Die nubischen Könige herrschten hier über das Land der Pharaonen. Nach dem allmählichen Niedergang der nubischen Dynastie zum Ende des 4. Jahrhunderts n.Chr. entwickelten sich auf dem Boden des heutigen Südsudan kleinere christliche Kleinstaaten, zunehmend aber auch islamische Strukturen (vor allem im Norden Sudans). Im Mittelalter geriet die Region – vor allem durch intensive Handelsbeziehung – immer stärker in den Einflussbereich des inzwischen islamisierten Ägyptens. Auch im ehemaligen Nubien hielt der Islam fortan Einzug: Konnten sich mit Darfur und Sannar die ersten Zentren der islamischen Kultur etablieren, setzte sich diese Entwicklung bis zur Unterwerfung Nord-Sudans durch osmanische Vizekönige und der Herausbildung Khartums als weiteres islamisches Zentrum fort. Vermehrt gab es in der Folgezeit sudanesische Bestrebungen nach Unabhängigkeit, faktisch aber verblieb die Region fest in den Händen ägyptischer Herrschaft bzw. britischer Verwaltung. Als Kolonie konnte sich der Sudan auch zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht aus der Abhängigkeit lösen – erst ab den 1940er Jahren regte sich neuer Widerstand gegen die fremden Machthaber. Der Südsudan blieb nach der Erreichung der Souveränität des gesamten Sudan im Jahre 1956 ein fester Bestandteil des Landes. Die ethnischen-religiösen Unterschiede zwischen dem islamischen Norden und dem christlich geprägten Süden mündeten alsbald in einen blutigen Bürgerkrieg, der die wirtschaftliche, politische und soziale Entwicklung des Sudan über Jahrzehnte verzögern sollte. Über Jahrzehnte kämpften südsudanesische Rebellen für die Unabhängigkeit des südlichen Landesteils – mit Ausnahme der 1970er Jahren, als der Sudan sich gen Westen öffnete und Machthaber an-Numeir zur Befriedigung des jahrelangen Konfliktes eine Teilautonomie zugestand. Schon zu Beginn der 1980er Jahre flammten die bewaffneten Auseinandersetzungen wieder auf, was den Sudan auf internationaler Ebene bald in die völlige Isolation führte. Bis in die jüngste Gegenwart wurde der Konflikt unter massiven Völkerrechts- und Menschenrechtsverletzungen ausgetragen – erst 2005 einigte man sich auf ein Friedensabkommen, das dem Südsudan die Autonomie sichern sollte. Anfang 2011 wurde auf Grundlage dieses Friedensabkommens ein Referendum durchgeführt. Am 09.Juli des gleichen Jahres erklärte die Republik Südsudan die vollständige Unabhängigkeit, die Trennung vom Sudan konnte allmählich umgesetzt werden – leider immer wieder begleitet vom lokalen Aufflammen der ethnischen Konflikte.
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Kontinent: |
Afrika |
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Hauptstadt: |
Juba |
Einwohner: |
8.000 |
Fläche: |
620 km² |
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